Im März haben wir im Rahmen des Internationalen Frauentags eine Exkursion zur Ausstellung „Rosenstraße 76“ in Osnabrück unternommen.
„Rosenstraße 76“ steht stellvertretend für einen Ort, an dem häusliche Gewalt geschieht – mitten unter uns. Denn genauso wie es viele Straßen mit diesem Namen gibt, ist auch häusliche Gewalt kein Einzelfall und keine Privatsache.
Die Ausstellung ermöglicht einen eindrucksvollen Blick hinter eine verschlossene Tür: In einer nachgestellten Wohnung konnten wir anhand von Videos, Chatverläufen, Tagebucheinträgen und hörbaren Gedanken einen sehr persönlichen Einblick in das Leben einer betroffenen Familie erhalten.
Dabei wurde deutlich: Häusliche Gewalt kann jede*n betreffen – unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialer Schicht, Herkunft oder Religion. Besonders häufig betroffen sind nach wie vor Frauen und Kinder. Wichtig ist: Niemand ist selbst schuld an der Gewalt, die er oder sie erlebt.
Die Ausstellung trägt dazu bei, das Thema zu enttabuisieren und zeigt, dass häusliche Gewalt ein strukturelles Problem ist, das uns alle angeht. Gleichzeitig werden wichtige Schutz- und Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Vielen Dank an die Veranstalter*innen für diese wichtige und bewegende Ausstellung.





