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Die Bürgerstiftung Tecklenburger Land und der
SKF Ibbenbüren betreiben seit 2006 das Projekt „Alt für Jung“ - Ehrenamtliche
Senioren helfen Jugendlichen mit persönlichen und familiären Schwierigkeiten
beim Übergang von der Schule in den Beruf.
Die Erfahrungen bei diesem Projekt haben
gezeigt, dass Kindern möglichst früh geholfen werden muss, wenn sie aus
belasteten Familien kommen, und ihnen nur unzureichend Zuwendung und Erziehung
zuteil wird.
Mit dem neuen Projekt sollen Kinder erreicht
werden, die sich in dieser Lebenssituation befinden. Ihnen soll durch den
Einsatz von ehrenamtlichen Helfern zusätzliche Betreuung und Unterstützung zuteil werden.
Diese ehrenamtlichen Kräfte können nicht
unmittelbar in den Familien eingesetzt werden; es bietet sich an, sie in
Familienzentren und offenen Ganztags-Grundschulen wirken zu lassen. Die Kräfte
müssen in die Einrichtungen strukturell eingebunden werden; ihre Tätigkeit
muss in den Ablauf der Einrichtungen eingebettet werden. Ziel ist die
zusätzliche Betreuung der hilfsbedürftigen Kinder.
Die Einzel- und Zusatzbetreuung kann nur aus der
Gruppenbetreuung entwickelt werden. Innerhalb der Gruppenaktivität ermöglicht
die Begleitung durch die ehrenamtlichen Kräfte die gezielte Förderung einzelner
Kinder. Wichtig ist hierbei die Eigeninitiative der Helfer, je nach ihren
Fähigkeiten. Ziel ist auch der direkte Kontakt zu den Eltern, um Familienpartnerschaften mit allen Beteiligten
aufzubauen.
In den Grundschulen kommen für die
ehrenamtlichen Helfer in erster Linie Aufgaben im offenen Ganztagsbetrieb in
Betracht. Es geht um Zusatzbetreuung für die betroffenen Kinder, wenn auch
innerhalb der Gruppenbetreuung.
Diese gezielte Zusatzbetreuung soll in dem
Projekt „Wir für Kinder“ Männer und Frauen ehrenamtlich übernehmen. Sie sollen
ihre Lebens- und Berufserfahrung nach ihren Fähigkeiten einsetzen und dadurch
eine Bereicherung ihrer Lebensphase erfahren.
Für die Vorbereitung und Durchführung des
Projektes ist seit Januar 2011 eine hauptberufliche, pädagogische Teilzeitkraft
mit Hilfe der Aktion Mensch eingesetzt.
Die Dipl.-Sozialpädagogin Frau Ursula Beyer muss
mit den von Anfang an einbezogenen Familienzentren und Grundschulen einen
konkreten Aufgabenplan entwickeln. Weiter muss sie die ehrenamtlichen Kräfte
gewinnen, sie in Verbindung mit der Familienbildungsstätte schulen und sie bei
der Arbeit begleiten.
Frau Beyer soll ein ehrenamtlicher Beirat zur
Seite stehen unter Vorsitz einer ehrenamtlichen Person, die für die
hauptamtliche Fachkraft Gesprächspartner und Kontaktperson ist.
Einzelheiten der Einordnung der ehrenamtlichen
Kräfte in die Einrichtungen müssen in der Vorbereitungsphase geklärt werden.
Sie sollen als Projektmitarbeiter der Bürgerstiftung und des SkF e.V.
öffentlich wahrgenommen werden, organisatorisch und rechtlich aber in die
Einrichtungen eingebunden sein.
Hier sind vor Aufnahme der Tätigkeit der
Ehrenamtlichen eine Reihe von Fragen zu klären wie Organisations-, Haftungs-,
Versicherungs-, Datenschutzfragen.
Bei der Vorbereitung des Projektes müssen die
Träger und zuständigen Behörden, z. B. das Jugendamt, eingeschaltet werden.
Das Projekt soll in Ibbenbüren im Einzugsbereich
der Familienzentren Am Wittenbrink, Ludwig-Kindergarten, Evangelischer
Stadt-Kindergarten zusammen mit den offenen Ganztags-Grundschulen Albert
Schweitzer und Ludwig begonnen werden.
Im ersten Jahr sollen ehrenamtliche Kräfte
gewonnen und in den fünf Einrichtungen tätig werden. Danach kann das Projekt
ausgeweitet werden, je nach der Erfahrung mit der Gewinnung Ehrenamtlicher und
der Auslastung der Fachkraft.
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