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Archiv: Weißrusslandhilfe

 

 

 

Kinder aus Weißrussland suchen Gastfamilien für einen Erholungsaufenthalt (02/11)

Weißrusslandhilfe entsendet Spendentransport nach Minsk (11/10)

"Erlass 555" trifft die Schwächsten - Streit um Einreisebestimmungen beschäftigt die Weißrusslandhilfe (01/09)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pressemitteilung des SkF Ibbenbüren e. V. vom 02.02.2011

 

 

 

 

 

Kinder aus Weißrussland suchen Gastfamilien für einen Erholungsaufenthalt

 

 

 

 

Seit 1993 lädt die Weißrusslandhilfe Tecklenburger Land (SKF, Ibbenbüren) Kinder zur Erholung in das Tecklenburger Land ein. Im Laufe dieser Jahre konnten so über 500 Kinder für drei Wochen ihre Ferien bei Gastfamilien hier in der Region verbringen. Die große Anzahl der Kinder konnte deshalb kommen, weil die Weißrusslandhilfe jedes Jahr neuen Kindern eine Erholungsmöglichkeit anbietet. Dieses Verfahren hat sich bewährt und wird auch von der weißrussischen Seite sehr befürwortet. Die Auswahl der Kinder wird mit den weißrussischen Partner (Ärzte und Sozialarbeitern der Schulen) genau abgestimmt.

Ermöglicht wird dieses Projekt durch die fleißigen Sternsinger in Tecklenburg, Ledde und Leeden. Auch in diesem Jahr wurde wieder ein Teil der Sammlung dafür abgehalten.  Damit ist der größte Teil der Fahrtkosten und der Versicherungen abgedeckt. Mit weiteren Geld- und Sachspenden ist es uns Organisatoren möglich ein abwechselungsreichen Programm zu gestalten.Die kleinen Gäste und ihre Betreuer/innen erlebt man immer wieder im Sommer in Tecklenburg und Umgebung beim Wandern und Besichtigungen machen.

 

 

Man sieht den Kindern an, dass sie diese Ferienerholung nötig haben. Sie sind klein, sehr zart und außerordentlich blass. Das ändert sich während ihres Aufenthaltes recht schnell. Es ist nach wie vor unser Anliegen, Kinder aus Weißrussland einzuladen und ihnen eine gute Erholung zu ermöglichen. Dass die Kinder sich hier wohl fühlen, freier und aufgeschlossener werden, sieht man recht schnell.Eingeladen werden erholungsbedürftige Kinder im Alter zwischen 9 und 12 Jahren aus sozialschwachen Familien bzw. Kinder von allein erziehenden Müttern oder Vätern. Von den vorgeschlagenen Kindern müssen die Erziehungsberechtigten ihr Einkommen, Wohnungs- situation und Gesundheitsmerkmale offen legen.

Für jedes Kind sind umfangreiche Formalitäten in Weißrussland erforderlich, inzwischen ca. ein Dutzend Anträge und Bescheinigungen. Um aber den Kindern die Erholungsmöglichkeit zu geben, werden diese Hürden nicht gescheut und in Abstimmung mit dem Amt für humanitäre Hilfe, dem Gesundheitsministerium und dem Ausbildungsministerium in Minsk die erforderlichen bürokratischen  Voraussetzungen abgewickelt. In der Vergangenheit hat diese Zusammenarbeit immer sehr zufrieden stellend geklappt und auch für die Zukunft werden keine unüberwindbaren Probleme erwartet.

Einige der Kinder können etwas Englisch oder Deutsch, je nach Alter und Schulausrichtung.

Der wichtigste Aspekt ist die Erholung und der Aufenthalt der Kinder in den Gastfamilien vor Ort. Sie sollen gesundheitlich gestärkt in ihre Heimat zurückfahren. Aus langjährigen Erfahrungen hat es sich als sinnvoll herausgestellt, jeweils zwei Kinder aufzunehmen. Begleitet wird die Gruppe von weißrussischen deutsch sprechenden Betreuern/LehrerInnen. Während des Aufenthaltes wird ein abwechselungsreiches Programm angeboten, wie z.B. unterschiedliche Aktivitäten an der frischen Luft, Schwimmen, Besuch des Puppenmuseums, einer Schule und eines Zoos und vieles mehr.

 

Schenken Sie Kindern ein zu Hause auf Zeit!

Die nächste Erholung ist vom 2. bis 23. Juli 2011 vorgesehen.                                        

Nähere Informationen dazu erteilen:

Doris Bosse, Bodelschwinghweg 16, 49545 Tecklenburg,

Tel. 05482/243, Fax  05482/974214, e-Mail: f.bosse@t-online.de

 

Elke Klar, Danebrock 1, 49545 Tecklenburg

Tel. 05456/253

 

 

 

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Ibbenbürener Volkszeitung (26.11.2010)

 

 

 

 

 

Weißrusslandhilfe entsendet Spendentransport nach Minsk

 

 

 

 

 

Karl-Heinz Mönninghoff, Vorsitzender des Arbeitskreises Weißrusslandhilfe im Sozialdienst katholischer Frauen, ist stolz auf seine Männer: Sie alle packten hart an, um den diesjährigen Transport in den Osten zu organisieren. Unter anderem stehen 400 Pakete mit Kleidung und Schuhen sowie zehn Fahrräder auf der Ladeliste. Die Spenden kamen aus dem gesamten Tecklenburger Land und beinhalteten nicht nur Alltagsgegenstände: Auch Stühle, Tische und Tafeln aus Schulen sowie eine ganze Betonmischmaschine machten sich auf den Weg Richtung Minsk, der Hauptstadt Weißrusslands. Auch die Rücklaufware einer großen Modenkette wird dort einen neuen Abnehmer finden.

Der Transport ist bestimmt für die Caritas der Erzdiözese Minsk-Mogilev. Diese unterhält unter anderem ein Internat und könne das Schulinventar daher gut gebrauchen. Seit 1990 organisiert der Arbeitskreis Transporte nach Weißrussland, hilft bei Renovierungen und der Kindererholung. Morgen soll der 40-Tonner sein Ziel erreichen. Dann wird die Lieferung verteilt. Foto: René Veltin

 

Wir danken der Ibbenbürener Volkszeitung für die Bereitstellung diese Zeitungsartikels.

 

 

 

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Westfälischen Nachrichten (28. Januar 2009)

 

"Erlass 555" trifft die Schwächsten

 

Streit um Einreisebestimmungen für Kinder beschäftigt die Weißrusslandhilfe Tecklenburger Land

(von Jörg Birgoleit)

 

Tecklenburger Land. Anfang Oktober 2008 erließ Präsident Aleksandr Lukaschenko den „Erlass 555“: Nur noch maximal drei Mal sollten Kinder zu Erholungsmaßnahmen in das gleiche westliche Land reisen dürfen und dabei  nicht über 14 Jahre alt sein.  Weißrussland wollte sich absichern, nachdem vor längerer Zeit ein Heimkind, das eine italienische Gastfamilie adoptieren wollte, nicht  heimgekehrt war und sich das im August 2008 in den USA offenbar wiederholt hatte.
Andere westeuropäische Nationen wollen Staatsverträge mit Weißrussland abschließen, um die Aufenthalte klar zu regeln. Allerdings organisiert beispielsweise Italien diese Reisen staatlicherseits. In Deutschland läuft die Organisation für die rund 8000 kleinen Gäste pro Jahr  überwiegend auf privater  Basis. Auch bei der Weißrusslandhilfe Tecklenburger Land im Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF) Ibbenbüren.

 

 

 

Organisatorin Doris Bosse geht auch angesichts der aktuellen Politik in Minsk davon aus, dass im Sommer wie gewohnt 20 bis 30 Kinder aus der Region um die weißrussische Hauptstadt zu Gast sein werden. Anders als die Arbeitsgemeinschaft „Den Kindern von Tschernobyl“  möchte ihre Gruppe politisch vollkommen neutral bleiben.
Die Tecklenburgerin weiß dank ihrer vielfältigen Kontakte im bundesweiten, bunten Netzwerk der gastgebenden Organisationen:  „In den vergangenen Tagen zeichnete sich ab, dass Weißrussland die Einschränkungen zur Einreise erholungsbedürftiger Kinder reduziert.“  
Doris Bosse: „Wir haben uns immer an Bestimmungen, Gesetze und Regeln gehalten. Auch wenn sie kompliziert sind. Das hat  auch in den vergangenen Jahren sowohl bei der Kindererholung, als auch den Hilfstransporten immer  zum Ziel geführt.“

 

Vergangenes Jahr waren die weißrussischen Kinder mit Doris Bosse (rechts) zu Gast an der Ledder Grundschule und erfuhren etwas über die Schule ihrer deutschen Gastgeber. Foto: Jörg Birgoleit

Seit 1993 lädt die  Weißrusslandhilfe   Kinder zur Erholung ins Tecklenburger Land ein. Sommer für Sommer kommen neue Mädchen und Jungen, die etwa   zwischen neun und zwölf Jahren alt sind. Der Kontakt nach Minsk ist eng. Gesundheitsamt, Schulamt, Heime und weitere Behörden  wählen vor Ort Kinder in der Regel nach sozialen und gesundheitlichen Gesichtspunkten    aus. Einfach formuliert: Gesunde Kinder aus wohlhabenden Familien kommen  nicht.
Das Projekt unterstützen die  Sternsinger-Kinder aus  Leeden, Ledde und Tecklenburg seit vielen Jahren außerordentlich erfolgreich: Dieses Mal haben die  Tecklenburger Kinder  3239 Euro, die Ledder Kinder  2573 Euro und die  Leedener Kinder 1410 Euro gesammelt. Davon kann die Weißrusslandhilfe   teils Reisekosten, Versicherungen und auch für jedes Kind ein Paar neuer Schuhe bezahlen. Unterstützung  leisten auch Kirchengemeinden, Vereine, Einzelspender und Familien mit Sachspenden  oder praktischer Hilfe.
Die Organisatorinnen Elke Klar (Ledde) und Doris Bosse sind dafür sehr  dankbar. Wichtig: Frühzeitig sind genügend Gastfamilien zu finden, weil  die exakt auf die Gruppengröße abgestimmten Reisevorbereitungen viel Zeit in Anspruch nehmen.

 

 

 

 

 

Zum Thema: Gasteltern

 

Angemerkt:

 

 

Kleine Gästen genießen Ihre Reise

Vom 21. Juni bis 12. Juli sind  20 bis 30  Kinder aus Weißrussland wieder zu Gast im Tecklenburger Land. Sie werden an mehreren Tagen in der Woche von Deutsch sprechenden Betreuerinnen und dem Organisationsteam betreut. Ein abwechselungsreiches Programm mit vielen Aktivitäten an der frischen Luft  wird angeboten. Der Kontakt zu den Mädchen und Jungen aus Weißrussland ist auch für die Gastfamilien  eine Bereicherung: Sie lernen eine andere Mentalität kennen und vielleicht auch, eigene Ansprüche zu relativieren.
Weitere  Informationen und Anmeldungen von interessierten Gastfamilien  bei Doris Bosse (Telefon 0 54 82/243)   oder Elke Klar  (Telefon 0 54 56/253).

Wir danken den Westfälischen Nachrichten für die Bereitstellung dieses Zeitungsartikels.

 

Es tut ihnen einfach gut

 

 

 

Am 26. April 1986 kommt es zum Super-GAU (größer anzunehmender Unfall) im Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl: Als Folge einer Kernschmelze und Explosion treten großen Mengen Radioaktivität als Staubwolken und später über den Fall out (radioaktiv verseuchter Niederschlag) aus – eine der schlimmsten nuklearen Katastrophen der Geschichte.
Bald 23 Jahre ist das her. Keines der Kinder, die Jahr für Jahr das Tecklenburger Land besuchen, war  geboren. Zwar wurden mehrere 100 000 Bewohner aus der inzwischen 4300 Quadratkilometer großen Sperrzone ausgesiedelt, aber  mit den schlimmen gesundheitlichen Folgen der Katastrophe muss eine Region fast so groß wie die Niederlande leben.
Die Kinder nehmen täglich krankmachende Strahlung über dort produzierte Nahrung auf und können dem nicht entgehen. Vollkommen abgesehen von Krebserkrankungen und möglichen genetischen Defekten: Untersuchungen ergeben, dass diese Kinder leichter krank werden und länger brauchen, um zu genesen, dass sie schneller ermüden und häufig nicht ihrem jeweiligen Alter gemäß leistungsfähig sind.
Die Weißrusslandhilfe trägt dazu bei, dass sich die Kinder körperlich erholen, von ihrer Reise noch lange „zehren“, vielleicht Freundschaften schließen, einfach wohltuende Nächstenliebe erfahren. Das funktioniert ganz ohne Staat, weil im Tecklenburger Land Jahr für Jahr eine ganze Reihe Eltern oder Großeltern ein Kind bei sich aufnehmen. Wenn das auch nicht immer ganz einfach ist.
Für Tecklenburgs fleißige Sternsingerkinder, die dieses Mal der Eiseskälte trotzten und beeindruckende Summen für das Projekt sammelten, wird sichtbar, was mit ihren Spenden geschieht. Sicherlich eine wertvolle, gute Erfahrung! Jörg Birgoleit

 

 

 

 

 

 

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