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Pressemitteilung
des SkF Ibbenbüren e. V. vom 02.02.2011
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Kinder aus Weißrussland suchen Gastfamilien für einen
Erholungsaufenthalt
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Seit 1993 lädt die Weißrusslandhilfe
Tecklenburger Land (SKF, Ibbenbüren) Kinder zur Erholung in das Tecklenburger
Land ein. Im Laufe dieser Jahre konnten so über 500 Kinder für drei Wochen ihre
Ferien bei Gastfamilien hier in der Region verbringen. Die große Anzahl der
Kinder konnte deshalb kommen, weil die Weißrusslandhilfe jedes Jahr neuen
Kindern eine Erholungsmöglichkeit anbietet. Dieses Verfahren hat sich bewährt
und wird auch von der weißrussischen Seite sehr befürwortet. Die Auswahl der
Kinder wird mit den weißrussischen Partner (Ärzte und Sozialarbeitern der
Schulen) genau abgestimmt.
Ermöglicht wird dieses Projekt durch die fleißigen
Sternsinger in Tecklenburg, Ledde und Leeden. Auch in diesem Jahr wurde wieder
ein Teil der Sammlung dafür abgehalten.
Damit ist der größte Teil der Fahrtkosten und der Versicherungen
abgedeckt. Mit weiteren Geld- und Sachspenden ist es uns Organisatoren möglich
ein abwechselungsreichen Programm zu gestalten.Die kleinen Gäste und ihre
Betreuer/innen erlebt man immer wieder im Sommer in Tecklenburg und Umgebung
beim Wandern und Besichtigungen machen.
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Man sieht den Kindern an, dass sie
diese Ferienerholung nötig haben. Sie sind klein, sehr zart und außerordentlich
blass. Das ändert sich während ihres Aufenthaltes recht schnell. Es ist nach
wie vor unser Anliegen, Kinder aus Weißrussland einzuladen und ihnen eine gute
Erholung zu ermöglichen. Dass die Kinder sich hier wohl fühlen, freier und aufgeschlossener
werden, sieht man recht schnell.Eingeladen werden
erholungsbedürftige Kinder im Alter zwischen 9 und 12 Jahren aus
sozialschwachen Familien bzw. Kinder von allein erziehenden Müttern oder
Vätern. Von den vorgeschlagenen Kindern müssen die Erziehungsberechtigten
ihr
Einkommen, Wohnungs- situation und Gesundheitsmerkmale offen legen.
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Für jedes Kind sind umfangreiche
Formalitäten in Weißrussland erforderlich, inzwischen ca. ein Dutzend Anträge
und Bescheinigungen. Um aber den Kindern die Erholungsmöglichkeit zu geben,
werden diese Hürden nicht gescheut und in Abstimmung mit dem Amt für humanitäre
Hilfe, dem Gesundheitsministerium und dem Ausbildungsministerium in Minsk die
erforderlichen bürokratischen
Voraussetzungen abgewickelt. In der Vergangenheit hat diese
Zusammenarbeit immer sehr zufrieden stellend geklappt und auch für die Zukunft
werden keine unüberwindbaren Probleme erwartet.
Einige der Kinder können etwas
Englisch oder Deutsch, je nach Alter und Schulausrichtung.
Der wichtigste Aspekt ist die
Erholung und der Aufenthalt der Kinder in den Gastfamilien vor Ort. Sie sollen
gesundheitlich gestärkt in ihre Heimat zurückfahren. Aus langjährigen
Erfahrungen hat es sich als sinnvoll herausgestellt, jeweils zwei Kinder
aufzunehmen. Begleitet wird die Gruppe von weißrussischen deutsch sprechenden
Betreuern/LehrerInnen. Während des Aufenthaltes wird ein abwechselungsreiches
Programm angeboten, wie z.B. unterschiedliche Aktivitäten an der frischen Luft,
Schwimmen, Besuch des Puppenmuseums, einer Schule und eines Zoos und vieles
mehr.
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Schenken Sie Kindern ein zu Hause auf Zeit!
Die nächste Erholung ist vom 2. bis 23. Juli 2011 vorgesehen.
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Nähere Informationen dazu erteilen:
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Doris Bosse, Bodelschwinghweg 16, 49545 Tecklenburg,
Tel. 05482/243, Fax 05482/974214, e-Mail: f.bosse@t-online.de
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Elke Klar, Danebrock 1, 49545 Tecklenburg
Tel. 05456/253
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Ibbenbürener
Volkszeitung (26.11.2010)
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Weißrusslandhilfe
entsendet Spendentransport nach Minsk
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Karl-Heinz
Mönninghoff, Vorsitzender des Arbeitskreises Weißrusslandhilfe im Sozialdienst
katholischer Frauen, ist stolz auf seine Männer: Sie alle packten hart an, um
den diesjährigen Transport in den Osten zu organisieren. Unter anderem stehen
400 Pakete mit Kleidung und Schuhen sowie zehn Fahrräder auf der Ladeliste. Die
Spenden kamen aus dem gesamten Tecklenburger Land und beinhalteten nicht nur
Alltagsgegenstände: Auch Stühle, Tische und Tafeln aus Schulen sowie eine
ganze Betonmischmaschine
machten sich auf den Weg Richtung Minsk, der Hauptstadt Weißrusslands. Auch die
Rücklaufware einer großen Modenkette wird dort einen neuen Abnehmer finden.
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Der
Transport ist bestimmt für die Caritas der Erzdiözese Minsk-Mogilev. Diese
unterhält unter anderem ein Internat und könne das Schulinventar daher gut gebrauchen.
Seit 1990 organisiert der Arbeitskreis Transporte nach Weißrussland, hilft bei
Renovierungen und der Kindererholung. Morgen soll der 40-Tonner sein Ziel
erreichen. Dann wird die Lieferung verteilt. Foto: René Veltin
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Wir
danken der Ibbenbürener Volkszeitung für
die Bereitstellung diese Zeitungsartikels.
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| Westfälischen Nachrichten (28.
Januar 2009)
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| "Erlass
555" trifft die Schwächsten
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| Streit
um Einreisebestimmungen für Kinder beschäftigt
die Weißrusslandhilfe Tecklenburger Land
(von
Jörg Birgoleit)
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| Tecklenburger Land. Anfang Oktober 2008 erließ Präsident
Aleksandr Lukaschenko den „Erlass 555“: Nur noch maximal drei Mal sollten
Kinder zu Erholungsmaßnahmen in das gleiche westliche Land reisen dürfen und
dabei nicht über 14 Jahre alt sein. Weißrussland wollte sich
absichern, nachdem vor längerer Zeit ein Heimkind, das eine italienische Gastfamilie
adoptieren wollte, nicht heimgekehrt war und sich das im August 2008 in
den USA offenbar wiederholt hatte.
Andere westeuropäische Nationen wollen
Staatsverträge mit Weißrussland abschließen, um die Aufenthalte klar zu regeln.
Allerdings organisiert beispielsweise Italien diese Reisen staatlicherseits. In
Deutschland läuft die Organisation für die rund 8000 kleinen Gäste pro Jahr
überwiegend auf privater Basis. Auch bei der Weißrusslandhilfe
Tecklenburger Land im Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF) Ibbenbüren. |
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Organisatorin
Doris Bosse geht auch angesichts der aktuellen Politik in Minsk davon aus, dass
im Sommer wie gewohnt 20 bis 30 Kinder aus der Region um die weißrussische
Hauptstadt zu Gast sein werden. Anders als die Arbeitsgemeinschaft „Den Kindern
von Tschernobyl“ möchte ihre Gruppe politisch vollkommen neutral bleiben.
Die Tecklenburgerin weiß dank ihrer vielfältigen
Kontakte im bundesweiten, bunten Netzwerk der gastgebenden Organisationen:
„In den vergangenen Tagen zeichnete sich ab, dass Weißrussland die
Einschränkungen zur Einreise erholungsbedürftiger Kinder reduziert.“
Doris Bosse: „Wir haben uns immer an Bestimmungen,
Gesetze und Regeln gehalten. Auch wenn sie kompliziert sind. Das hat auch
in den vergangenen Jahren sowohl bei der Kindererholung, als auch den
Hilfstransporten immer zum Ziel geführt.“
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Vergangenes
Jahr waren die weißrussischen Kinder mit Doris Bosse (rechts) zu Gast an der
Ledder Grundschule und erfuhren etwas über die Schule ihrer deutschen
Gastgeber. Foto:
Jörg Birgoleit |
Seit 1993
lädt die Weißrusslandhilfe Kinder zur Erholung ins Tecklenburger
Land ein. Sommer für Sommer kommen neue Mädchen und Jungen, die etwa
zwischen neun und zwölf Jahren alt sind. Der Kontakt nach Minsk ist eng.
Gesundheitsamt, Schulamt, Heime und weitere Behörden wählen vor Ort
Kinder in der Regel nach sozialen und gesundheitlichen Gesichtspunkten
aus. Einfach formuliert: Gesunde Kinder aus wohlhabenden Familien kommen
nicht.
Das Projekt unterstützen die
Sternsinger-Kinder aus Leeden, Ledde und Tecklenburg seit vielen
Jahren außerordentlich erfolgreich: Dieses Mal haben die Tecklenburger
Kinder 3239 Euro, die Ledder Kinder 2573 Euro und die Leedener
Kinder 1410 Euro gesammelt. Davon kann die Weißrusslandhilfe teils
Reisekosten, Versicherungen und auch für jedes Kind ein Paar neuer Schuhe
bezahlen. Unterstützung leisten auch Kirchengemeinden, Vereine,
Einzelspender und Familien mit Sachspenden oder praktischer Hilfe.
Die Organisatorinnen Elke Klar (Ledde) und
Doris Bosse sind dafür sehr dankbar. Wichtig: Frühzeitig sind genügend
Gastfamilien zu finden, weil die exakt auf die Gruppengröße abgestimmten
Reisevorbereitungen viel Zeit in Anspruch nehmen.
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| Zum
Thema: Gasteltern
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Angemerkt:
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Kleine
Gästen genießen Ihre Reise
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| Vom 21.
Juni bis 12. Juli sind 20 bis 30 Kinder aus Weißrussland wieder zu
Gast im Tecklenburger Land. Sie werden an mehreren Tagen in der Woche von
Deutsch sprechenden Betreuerinnen und dem Organisationsteam betreut. Ein
abwechselungsreiches Programm mit vielen Aktivitäten an der frischen Luft
wird angeboten. Der Kontakt zu den Mädchen und Jungen aus Weißrussland
ist auch für die Gastfamilien eine Bereicherung: Sie lernen eine andere
Mentalität kennen und vielleicht auch, eigene Ansprüche zu relativieren.
Weitere Informationen
und Anmeldungen von interessierten Gastfamilien bei Doris Bosse
(Telefon 0 54 82/243) oder Elke Klar (Telefon 0 54 56/253). Wir danken
den Westfälischen Nachrichten für die Bereitstellung
dieses Zeitungsartikels.
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Es
tut ihnen einfach gut
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Am 26. April 1986 kommt es zum Super-GAU (größer
anzunehmender Unfall) im Block 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl: Als Folge
einer Kernschmelze und Explosion treten großen Mengen Radioaktivität als
Staubwolken und später über den Fall out (radioaktiv verseuchter Niederschlag)
aus – eine der schlimmsten nuklearen Katastrophen der Geschichte.
Bald 23 Jahre ist das her. Keines der Kinder, die
Jahr für Jahr das Tecklenburger Land besuchen, war geboren. Zwar wurden
mehrere 100 000 Bewohner aus der inzwischen 4300
Quadratkilometer großen Sperrzone ausgesiedelt, aber mit den schlimmen
gesundheitlichen Folgen der Katastrophe muss eine Region fast so groß wie die
Niederlande leben.
Die Kinder nehmen täglich krankmachende
Strahlung über dort produzierte Nahrung auf und können dem nicht entgehen.
Vollkommen abgesehen von Krebserkrankungen und möglichen genetischen Defekten:
Untersuchungen ergeben, dass diese Kinder leichter krank werden und länger
brauchen, um zu genesen, dass sie schneller ermüden und häufig nicht ihrem
jeweiligen Alter gemäß leistungsfähig sind.
Die Weißrusslandhilfe trägt dazu bei, dass sich die
Kinder körperlich erholen, von ihrer Reise noch lange „zehren“, vielleicht
Freundschaften schließen, einfach wohltuende Nächstenliebe erfahren. Das
funktioniert ganz ohne Staat, weil im Tecklenburger Land Jahr für Jahr eine
ganze Reihe Eltern oder Großeltern ein Kind bei sich aufnehmen. Wenn das auch
nicht immer ganz einfach ist.
Für Tecklenburgs fleißige Sternsingerkinder, die
dieses Mal der Eiseskälte trotzten und beeindruckende Summen für das Projekt
sammelten, wird sichtbar, was mit ihren Spenden geschieht. Sicherlich
eine wertvolle, gute Erfahrung! Jörg Birgoleit |
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