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Unser
Team des Adoptions- und Pflegekinderdienstes:
Marion Nagel, Ruth Schwarz, Roswitha Göcke, Eva
Lanze und Irina Isenbart (von links)
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Im
Folgenden sind Informationen zum Adoptions- und Pflegekinderdienst
zusammengestellt.
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Die
besondere Situation:
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| In unserer Gesellschaft leben
Kinder, die nicht in ihrem Elternhaus aufwachsen können. Leibliche Eltern
entscheiden sich freiwillig zur Inpflegegabe oder Adoptionsfreigabe ihres Kindes
oder nach gerichtlichen Entscheidungen kommt es zur Trennung. Die Gründe dafür sind
vielschichtig, zum Beispiel
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ungewollte
Schwangerschaft
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Sucht
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Probleme
in der Partnerschaft
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Erziehungsunfähigkeit
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Überforderung
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Gewalt
in der Familie
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Vernachlässigung...
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| Ein Kind, das sich in den
ersten Lebensjahren jedoch nicht vertrauensvoll in ein „warmes Nest“ fallen
lassen konnte, ist gegenüber vielen anderen Kindern benachteiligt. Die für eine
gute Entwicklung unentbehrliche seelisch-emotionale Nähe und Geborgenheit war
nicht vorhanden bzw. konnte nicht hergestellt werden.
Für viele Kinder ist die
Vermittlung in eine Adoptiv- oder Dauerpflegefamilie und der Neuaufbau von
positiven und verlässlichen Bindungen und Beziehungen daher die Chance
korrigierende Erfahrungen zu machen und eine langfristig gute Entwicklung zu
durchlaufen.
In unserer Gesellschaft leben
Paare, die keine eigenen Kinder bekommen können, aber gerne durch die Aufnahme
eines Kindes eine Familie werden wollen. Ebenso gibt es Familien, die
zusätzlich zu den eigenen Kindern noch ein weiteres Kind in ihre Familie
aufnehmen möchten.
Ziel des Adoptions- und
Pflegekinderdienstes ist es Kinder, die nicht in Ihren Herkunftsfamilien
aufwachsen können eine Perspektive zu geben und dafür die geeigneten
Erwachsenen zu finden.
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Die
Erfahrungen der Kinder:
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ICH habe kein Zuhause, indem ich mich geschützt und
angenommen fühle.
ICH habe Hunger und Durst und
keiner sorgt sich um mich.
ICH bin oft allein, werde
eingesperrt und keiner ist da, der mich tröstet.
ICH kann nicht spielen,
niemand zeigt es mir.
ICH werde sexuell missbraucht
und geschlagen und darf darüber nicht sprechen.
ICH habe große Angst, denn
meine Eltern streiten sich und sind häufig betrunken.
ICH werde von einem zum
anderen geschubst und weiß nicht zu wem ich wirklich gehöre.
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Eltern in Adoptions- und
Pflegfamilien lernen auf die besonderen Bedürfnisse des Kindes einzugehen, das
heißt:
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das Kind mit seiner
Lebensgeschichte annehmen,
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sich vom Kind an die Hand
nehmen lassen
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dem Kind Zeit, Geborgenheit
und Schutz bieten,
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die Gefühle des Kindes
wahrnehmen und als berechtigt annehmen
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sich einfühlend verhalten,
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ein gieriges Kind essen
lassen,
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das Kind nicht gleich
erziehen, sondern sich aufmerksam fragend, forschend und geduldig verhalten.
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Unser
Auftrag:
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Der
Adoptions- und Pflegekinderdienst vermittelt in:
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Adoptionspflege
Wenn leibliche Eltern ihr
Kind zur Adoption freigeben wollen, wird es mit dem Ziel der Adoption in eine
Adoptionspflegefamilie vermittelt. Zur Adoption bedarf es dann der notariellen
Einwilligung der leiblichen Eltern und einer Adoptionspflegezeit, in der das
Kind Bindungen und Beziehungen zu seinen neuen Eltern aufgebaut hat.
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Dauerpflege
Wenn ein Kind nicht bei
seinen leiblichen Eltern aufwachsen kann und Heimerziehung nicht angezeigt ist,
besteht die Möglichkeit, es in eine Dauerpflegefamilie zu vermitteln. Dies kann
sowohl eine freiwillige Entscheidung von Eltern sein, als auch eine Perspektive
nach gerichtlichem Entzug des Sorgerechts.
Paare / Familien, die ein Dauerpflegekind aufnehmen arbeiten über Jahre
eng mit der Vermittlungsstelle zusammen. In der Regel bleiben Umgangskontakte
zur Herkunftsfamilie erhalten.
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Bereitschaftspflege/Kurzzeitpflege
Es gibt familiäre Krisen, in
denen eine zeitlich befristete Unterbringung des Kindes notwendig wird. Aus
einer akuten für das Kind bedrohlichen Situation kann das Jugendamt Kinder Inobhut nehmen. Während die weitere
Perspektive (z. B. Rückführung oder Vermittlung in eine Dauerpflegefamilie)
geklärt wird befinden sich dann vor allem Kinder bis 3 Jahren in einer
Bereitschaftspflegefamilie. Kurzzeitpflege ist angezeigt, wenn Eltern
vorübergehend aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen nicht für ihre
Kinder sorgen können und im familiären Umfeld keine Betreuung sichergestellt
werden kann.
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Sonderpflege
Kinder und Jugendliche, die aufgrund
negativer und traumatischer Erfahrungen in ihrer Entwicklung besonders beeinträchtigt
sind, brauchen auch in einer Pflegefamilie eine spezielle Begleitung und
Förderung. Ebenso Kinder mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Für
diese Aufgabe werden Paare und Familien mit einer pädagogischen Ausbildung oder
auch Menschen mit viel Lebenserfahrung und Kenntnissen im Umgang mit Kindern
und Jugendlichen gesucht. Neben dem Wunsch Eltern/Familie zu werden ist
hierbei auch ein hohes Maß an Professionalität, Belastbarkeit und Bereitschaft
zur Zusammenarbeit notwendig. Nähere Informationen zur Sonderpflege finden Sie
auf der Seite des Jugendhilfedreiecks.
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Vorbereitung von Erwachsenen,
die ein Kind aufnehmen wollen
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Begleitung und Beratung von
leiblichen Eltern vor und nach der Vermittlung ihres Kindes
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Zusammenarbeit mit Heimen und
Jugendämtern
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Kontakt zu den Kindern, für
die neue Eltern gesucht werden
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Vorbereitung und Begleitung
des Vermittlungsprozesses
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Begleitung und Beratung von
Pflegefamilien und Adoptivpflegefamilien
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Beratung von Familien nach
abgeschlossener Adoption
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Fortbildungsveranstaltungen
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Informationen
für Bewerber/innen:
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Wenn wir Ihr
Interesse geweckt haben, informieren wir Sie gerne ausführlich in einem
persönlichen Gespräch über die Aufnahme eines Adoptiv- und Pflegekindes. Fragen
wie zum Beispiel
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Was
sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede
von Adoptiv- und Pflegekindern?
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Wir
wird man Pflege- oder Adotiveltern?
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Welche
Erwartungen und Anforderungen werden an
potentielle Pflegeeltern gestellt?
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Wie
sieht der Prozess bis zur Aufnahme eines
Kindes aus?
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können wir Ihnen in diesem
Gespräch beantworten.
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Fühlen
Sie sich angesprochen?
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Möchten
Sie unsere Unterstützung
in Anspruch nehmen?
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Rufen
Sie uns an oder schreiben Sie uns!
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